Willkommen hinter den Kulissen des Project i. Das i steht bei BMW für innovativ, intelligent, inspiriert. Project i ist nicht nur ein Auto, sondern eine ganz Familie – leicht, sauber, sparsam. So wie der brandneue Z2.
Sparen geht, hat BMW mit Efficient Dynamics einen echten Vorsprung herausgefahren. So viel Spartechnik quer durch alle Modelle hat keine andere Marke im Programm. Auf der IAA im September wollen die Münchener die zweite Stufe von Efficient Dynamics zünden – mit einer Studie, die so gar nicht nach Spritknausern aussieht: radikal aufregend die Karosserie, die sogar den legendären M1 in den Schatten stellen soll, dazu ein aufgeladener Vierzylinder-Heckmotor mit 300 PS, zwei 50 PS starke Radnaben-Elektromotoren in den Vorderrädern – was für ein Sportwagen! Den wünschen sich viele Markenfans am liebsten morgen im Showroom. Auch wenn diese Studie nie in Serie gehen wird, ihre inneren Werte hat BMW längst auf das Projekt ZX übertragen, das als Z2 schon 2013 Wirklichkeit werden soll.
Der Z2 soll das fahrdynamische Aushängeschild des "Project i" werdenDer als Roadster und Coupé geplante Zweisitzer wird das fahrdynamische Aushängeschild des Project i – so nennt BMW eine geplante Reihe von künftigen Sparmodellen, die einen grünen Kontrapunkt setzen soll zum Smart und zum Audi A1. Zuständig für die Z2-Entwicklung ist die Motorsportabteilung, wo auch der Supersport-1er und ein weiteres Sportwagenprojekt in der Mache sind. Die M-Truppe arbeitet Schulter an Schulter mit dem Team um Ulrich Kranz, der seit wenigen Wochen das Project i verantwortet. BMW will die sauberen und sparsamen i-Modelle unbedingt im Alleingang stemmen. Der Deal mit Alfa/Fiat ist wieder vom Tisch, und die Kooperation mit Mercedes beschränkt sich zunächst auf den Einkauf – trotz offenkundiger Parallelen zwischen Project i und Smart. Nur Peugeot darf mit ins Boot und hat Zugriff auf die neuen aufgeladenen Vierzylinder-Direkteinspritzer.
Die Elektroversion des Z2 könnte mit rund 50.000 Euro richtig teuer werdenKlar, dass man zugunsten des niedrigen Gewichts Abstriche bei der Ausstattung machen muss. Das heißt: kein Elektroverdeck, keine Klimaanlage, kein Doppelkupplungsgetriebe. Statt Komfortsitzen sind einteilige Sitzschalen vorgesehen, die Zentralverriegelung wird magnetisch aktiviert, für den Antrieb von Servolenkung und Lichtmaschine ist die Bremsenergie zuständig, die mechanischen Instrumente müssen einem hauchdünnen LED-Display weichen. Trotz gestraffter Prozessabläufe und deutlich geringerer Fertigungstiefe (der Anteil der selbst hergestellten Teile) können die Project-i-Modelle an jedem beliebigen Standort vom Band laufen. Weil Fahrschemel, Vorder-/ Hinterwagen und Triebköpfe weitgehend vereinheitlicht werden, glaubt BMW, selbst mit geringen Stückzahlen von rund 40.000 Fahrzeugen pro Jahr gewinnbringend arbeiten zu können. Doch das dürfte nicht einfach sein. Denn zu den geschätzt 30.000 Euro für den Basis-Z2 kämen bei einer kostendeckend kalkulierten Elektroversion noch mindestens 20.000 Euro für das Batteriepaket. Da könnte so mancher grün denkender Kunde vor Ärger rasch rot anlaufen.
Quelle: autobild.de