Natürlich muss die obligatorische Designdebatte auch bei der neuen E-Klasse geführt werden. Also: Ist die Neuauflage der Aufbruch in eine neue Designära oder ein begrenzt origineller Lexus-Abklatsch? Die Antwort auf diese Frage muss sich wohl jeder selbst geben. Die Tuner jedenfalls scharren bereits ungeduldig mit den Hufen. Sie zeigen sich vom Auftritt des neuen Modells durchaus angetan, sind aber dennoch überzeugt, Optik und Leistung nachhaltig verbessern zu können. Asma haut wie gewohnt kräftig auf den Putz. Und präsentiert wieder einmal einen Entwurf, der polarisiert. Das feuerrote Spielmobil des deutsch-türkischen Tuners, der aktuell meistens in Abu Dhabi anzutreffen ist, punktet mit unverwechselbaren Anbauteilen und gelöcherter Haube. Das Spoilerkit fertigt Asma wahlweise in GFK oder Carbon. Neben der gezeigten, vergleichsweise zahmen Front will er auch wieder eine Extremlösung mit Monstergrill anbieten. Auch der vom Bentley Continental GT inspirierte Breitbau ist optional. Ohne Widebody passt das von Asma favorisierte, 12 Zoll breite Hinterrad jedoch unmöglich ins Radhaus. Was die Leistung anbelangt, hält Asma sich bislang noch bedeckt. Elektronische Optimierungen sollen bald kommen, der Rest steht noch in den Sternen.
Die E-Klasse von Kicherer rennt weit über 250 km/hKicherer ist da schon weiter. Der Tuner vom Bodensee erhöht die Leistung des momentanen Topmodells E 500 von 388 auf 430 PS. In Verbindung mit einer im Preis für die Leistungssteigerung enthaltenen Aufhebung der V-max-Abregelung soll das Auto deutlich über 250 km/h rennen. Wer auf optimierkichererte Dynamik großen Wert legt, kann sich bei Kicherer nicht nur eine elektronische Tieferlegung, sondern auch ein mechanisches Sperrdifferenzial inklusive einer variablen Sperrwirkung von 20 bis 80 Prozent montieren lassen. Im Zuge dieses Umbaus verkürzt der Veredler zudem die Übersetzung. Darunter leidet zwar die Höchst- geschwindigkeit ein wenig. Das Beschleunigungsvermögen hingegen profitiert: Von 0 auf 100 km/h sollen nur noch 4,8 Sekunden verstreichen (Serie: 5,2 Sekunden). Natürlich verfeinert Kicherer auch die Optik: mit Anbauteilen aus Kohlefaser, Schmiederädern in 20 Zoll und etlichen Möglichkeiten, den Innenraum aufzuwerten.
Lorinser nimmt die 300-km/h-Marke ins VisierÄhnlich entschlossen dürfte die E-Klasse von Lorinser voranmarschieren. Leistet der E 500 mit Hilfe des schwäbischen Veredlers doch bis zu 460 PS – und stemmt ein maximales Drehmoment von 585 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Dafür erforderlich sind eine optimierte Elektronik, Sportnockenwellen, eine Zylinderkopfbearbeitung, neue Abgaskrümmer und eine angepasste Auspuffanlage. 300 km/h Spitze sollen damit in greifbare Nähe rücken. Optische Leckereien garnieren die Mehr-PS: Vierrohrauspuff, neue Kotfügel, Diffusoreinsatz und natürlich Räder im Turbinendesign. Brabus hat ein ähnlich umfangreiches Programm zu bieten. Der größte Mercedes-Tuner der Welt hält die richtigen Rezepte für all diejenigen bereit, die auf das erst im Herbst debütierende AMG-Modell nicht warten wollen. Auf Basis des E 500 bieten die Bottroper eine Hubraumerhöhung an. Aus mächtigen 6,1 Litern resultieren dann 462 PS, die für eine Spitzengeschwindigkeit von 290 km/h gut sein sollen. Darüber hinaus lockt Altbewährtes: Auspuffanlage für herzerwärmenden Blubbersound, Sportfahrwerk, Anbauteile und aufgewertetes Interieur.Ob es auch von der neuen E-Klasse eine extreme V12-Variante mit mindestens 730 PS geben wird, will Brabus noch nicht verraten. Wir haben aber ein gutes Gefühl – der Tuner hat schon immer Wert darauf gelegt, an liebgewonnenen Tradi- tionen festzuhalten. Quelle Autobild.de