3.500.000€
Per Telefon hat ein anonymer Bieter in Paris den seltenen Bugatti 57S Atalante Baujahr 1937 ersteigert. Das gute Stück stand fast 40 Jahre vergessen in einer Garage in Nordengland. Wo es nach dem Kauf hinkommt, ist unbekannt.
Per Telefon hat ein anonymer Bieter in Paris den seltenen Bugatti 57S Atalante Baujahr 1937 ersteigert. Das gute Stück stand fast 40 Jahre vergessen in einer Garage in Nordengland. Wo es nach dem Kauf hinkommt, ist unbekannt.
Ein halber Dornröschenschlaf: 50 Jahre wurde die Maschine des Bugatti 57S Atalante Coupé nicht gestartet. Auch der neue Eigentümer sollte sich vorerst hüten, den Turbinen-Sound, von dem sein Erstbesitzer Francis Curzon 5. Earl Howe so schwärmte, hören zu wollen. Erst einmal muss der Zweisitzer gründlich durchgesehen werden. Doch im Wesentlichen ist der Wagen unbeschädigt, und das erklärt den beachtlichen Preis von 3,4 Millinen Euro bei der Auktion in Paris - dank des Desinteresses von Dr. Harold Carr, der seinen Sportwagen unbeachtet 40 Jahre in der Garage stehen ließ. So wie auf dem Foto präsentierte sich das Schätzchen der Familie nach dem Tod des Arztes. Carr hatte den 57S aus dritter Hand gekauft und Ende der 50er-Jahre nur wenige Fahrten damit gemacht. Die meisten der 42.299 Kilometer stammen wohl vom Erstbesitzer Francis Curzon (Foto), 5. Earl Howe. Er war der erste Präsident des British Racing Driver's Club (BRDC). Der blaublütige Rennsportfan (hier unter improvisiertem Regenschutz kurz vor einem Rennen in den 30-ern) bestellte den Bugatti 1937. Die Manufaktur fertigte von dem damaligen Supersportwagen insgesamt nur 17 Stück. Er baute auf dem populären Typ 57 auf, dessen 3,2 Liter große Achtzylinder-Maschine 135 PS entwickelte. Dank gesteigerter Kompression leistete sie im 57S noch 40 PS mehr. Nach dem Krieg baute der zweite Besitzer noch einen Kompressor ein, was die Leistung erneut nicht unerheblich gesteigert haben dürfte. Doch bis auf diese Modifikation, eine neue Lackierung und ein paar Anbauteile ist das Auto nahezu unverändert.
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