
Stoff oder Stahl: Die Verdeckfrage entzweit die Cabriofreunde. Ein Stoffdach nimmt weniger Platz weg, dafür bietet ein Stahldach mehr Komfort. BMW setzt bei der Neuauflage des Z4 auf eine variable Mütze aus Aluminium, um Roadster und Coupé in einem Modell zu vereinen.

Der neue Z4 legt besonders in der Länge zu. Hier erfolgte ein Zuwachs von 15 Zentimetern auf jetzt 4,24 Meter. Bei der Breite (1,79 Meter) und der Höhe (1,29 Meter) blieben die Abmessungen erhalten. Der Radstand des neuen Z4 wurde um 5 Millimeter größer und beträgt nun 2,50 Meter. Die Bayern versprechen Zuwächse bei Kopf-, Schulter- und Ellenbogenfreiheit. Um 26 Millimeter verlängerte Türausschnitte erleichtern den Zugang bei geschlossenem Dach. Charakteristische Designmerkmale sind die flache, breite Niere, die weit über die Radhäuser ragende Motorhaube, schwarze A-Säulen sowie seitliche Kiemen mit integrierten LED-Blinkleuchten.

Speziell die Rückansicht des Z4 setzt im Gegensatz zum Vorgängermodell auf mehr Rundungen. Die horizontale Ausprägung der Linien und Flächen betont die Breite des Hecks. Dazu tragen auch die schmalen Heckleuchten mit LED-gespeisten, dreidimensionalen Lichtbänken bei. Besonders markant ist der bürzelartige Spoiler, der als Abrisskante dient.

Erstmals kommt in einem BMW-Roadster das Bediensystem iDrive zum Einsatz. Es ist Bestandteil des optionalen Navigationssystems Professional mit 8,8 Zoll großem Bildschirm. Eine zusätzliche Funktion ist die Festplatte, auf der 15 Gigabyte mit Musik bespielt werden können. Hinzu kommt die Möglichkeit der uneingeschränkten Internetnutzung. Zur Serienausstattung jedes Z4 zählen eine Klimaanlage, ein CD-Radio, Bi-Xenon-Scheinwerfer und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die beiden stärkeren Varianten weisen zusätzlich eine Lederausstattung auf.

Zum Marktstart wird der neue Z4 zunächst ausschließlich mit drei Reihen-Sechszylinder-Benzinern angeboten, deren Leistungsspektrum von 204 bis 306 PS reicht. Die Kraftübertragung übernimmt serienmäßig eine Sechsgang-Schaltung. Der Motor im BMW Z4 sDrive23i stellt aus 2,5 Liter Hubraum ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmeter bereit. Die Beschleunigung auf Tempo 100 soll er in 6,6 Sekunden bewältigen, die Spitze geben die Bayern mit 242 km/h an. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 8,5 Liter auf 100 Kilometer. Bis zum Erscheinen des Z4 M-Modells mit dem Achtzylinder aus dem BMW M3 ist der Z4 sDrive35i das Spitzenmodell der Baureihe. In ihm kommt ein doppelt aufgeladener Sechszylinder mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz. Der Twin-Turbo soll für ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter zwischen 1.300 und 5.000 Touren sorgen. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt in 5,2 Sekunden. Noch eine Zehntelsekunde schneller gelingt die Übung mit dem optionalen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Bei allen drei Motoren kommt die "EfficientDynamics"-Strategie von BMW zum Tragen. Dazu zählen unter anderem Bremsenergie-Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige und intelligenter Leichtbau.