Trotz der schlechten Stimmung in der Branche verspricht das Autojahr 2009 wieder jede Menge spannende Neuheiten für Käufer und Fans.So nimmt etwa der Hybridantrieb einen erneuten Anlauf zur Eroberung des deutschen Marktes: Neben den Doppelherz-Pionieren aus Japan haben auch erstmals einheimische Hersteller neue Spritsparmodelle angekündigt. Außerdem kämpfen zahlreiche frische Kleinwagen mit günstigen Preisen und geringem Verbrauch gegen die Kaufzurückhaltung der Verbraucher an. Schwerer haben werden es dagegen die zahlreichen Businessklasse- und Luxusautos, deren Marktstart mitten in die überraschende Wirtschaftskrise fällt. Hier die Höhepunkte des Jahres. In Deutschland konnte sich der Hybridantrieb, anders als etwa in den USA, wegen der starken Konkurrenz durch den Diesel bislang noch nicht durchsetzen. Ändern soll das nun die neue Generation des Toyota Prius. Mitte des Jahres kommt der Öko-Pionier in der mittlerweile dritten Auflage zum Händler. Äußerlich wirkt der Kompakte nun etwas gefälliger und trägt bei unveränderter Keilform mehr dynamische Ecken und Kanten im Blech. Unter der Haube arbeitet die bereits bekannte Kombination von Elektro- und Ottomotor, die auch rein elektrisches Fahren ermöglicht und nun hinsichtlich des Verbrauchs verbessert worden sein soll. Als Energiespeicher dient weiterhin ein konventioneller Nickel-Metallhydrid-Akku, die leistungsfähigere Lithium-Ionen-Technik sowie die Möglichkeit zur Aufladung an der Steckdose sollen später folgen. Der neue Prius wird rund 25 000 Euro kosten. Als preiswerte Alternative für weniger als 20 000 Euro will der Honda Insight schon zum Jahresanfang die Kostenvorbehalte gegen Hybridautos wegwischen. Der kleine Kompakte erhält die Antriebseinheit des etwas größeren Honda Civic Hybrid, bei der ein Elektromotor den Benziner vor allem bei der Beschleunigung unterstützt.Geringe Kosten zählen nicht zu den Stärken der beiden deutschen Hybridvertreter. Mit gemeinsam entwickelter Antriebstechnik kommen im Laufe des Jahres die Hybridversion der BMW 7er-Reihe und die Doppelmotorausführung der Mercedes-Benz S-Klasse auf den Markt. Das Elektroaggregat unterstützt jeweils einen Ottomotor beim Anfahren und Beschleunigen und soll Kraftstoffeinsparungen bis zu 15 Prozent ermöglichen. Der Clou: Weltweit erstmalig setzen die beiden deutschen Unternehmen moderne Lithium-Ionen-Akkus in der Großserie ein. Sie haben eine hohe Leistungsdichte und einen geringen Platzbedarf. Ganz billig werden die Hybridautos aber nicht sein, der Aufpreis gegenüber dem Grundmodell mit Verbrennungsmotor dürfte zwischen 5 000 Euro und 10 000 Euro liegen. Eine noch aufwändigere Hybridantriebstechnik, die wie bei Toyota auch das rein elektrische Fahren ermöglicht, wird bei Mercedes und BMW frühestens 2010 erwartet. Dann könnten auch die von VW und Porsche angekündigten Hybrid-SUV nachziehen. Audi ersetzt die im Vergleich mit den Wettbewerbern mittlerweile etwas betagte Oberklasselimousine A8 durch einen Nachfolger. Äußerlich wird der Neue etwas aggressiver und erhält einen großen Kühlergrill mit flankierenden LED-Leuchten. Durch eine neue Anordnung von Getriebe, Motor und Differenzial wächst der Radstand und damit auch das Platzangebot im Innenraum. Für den Antrieb stehen aufgeladene Direkteinspritzer zur Verfügung, ein Hybrid fehlt zunächst jedoch.
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